Bewerbungsfoto 'Textil- und Modenäherin'

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Bewerbungsfoto Textil- und Modenäherin (Aufseherin, Helga Bramburger (exemplarisch) - Kopie - Kopie.jpg)
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Hallo :-),
ich bewerbe mich derzeit als Textil- und Modenäherin. Der Fotograf hält es für am besten geeignet, weil es -seiner Meinung nach- nicht so typisch arrogant BWLer - mäßig rüberkommt. Was meint Ihr? Freue mich auf Vorschläge.
Liebe Grüße

Ort: Schwedt/Oder

Hallo Rina,

mein erster Eindruck war: ist das ein Fahndungsfoto?

Im Ernst: das Foto ist kein Bewerbungsfoto! Gehen Sie zu einem richtigen Fotografen und machen sich bitte neue Bewerbungsfotos.

Herzliche Grüsse
Alexander Vejnovic

http://www.das-fotostudio-duesseldorf.de/bewerbungsfotos/

Soviel ich weiß, geht es hier um Bewerbungsfotos.

Hallo,

erinnert mich an die Fahndungsfoto aus 80er. Das war mein erster Eindruck.
Aber im Ernst ich kann mich nur meinen Vorredner anschließen, das ist wirklich kein Bewerbungsfoto.

Bitte auf gar keinen Fall mit diesem Foto bewerben. Entweder ganz ohne oder in einem Fotostudio von einem prof. Fotografen ablichten lassen.

Viel Erfolg bei der Bewerbung wünscht www.digitale-fotografien.com aus Essen

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Und was ist Ihrer Meinung nach professionell?

Zum Beispiel, dass man darauf achtet, dass nicht so viele feine Haare ringsherum abstehen, der Gesichtausdruck freundlich und ansprechend ist (nichts gegen dich persönlich).

Das die Körpersprache eine gewisse dynamik und positive Ausstrahlung mit rüber bringt.

Schau dir doch mal die Top-10 Fotos hier an und frag dich selbst, ob dich eines der Fotos nicht mehr ansprechen würde als das Bewerbungsfoto, welches du uns hier gepostet hast.

Das Foto wirkt einfach wie ein quadratisches Passfoto. Das schwarz / weiß wirkt nicht gelungen.

Viel Erfolg bei der Bewerbung wünscht www.digitale-fotografien.com aus Essen

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Also unter einem Fahndungsfoto verstehe ich etwas anderes. Dieses Foto wurde von einem Fotografen gemacht. Es soll ja schließlich auch Bewerbungsfotos geben, die frontal sind. Ich bin nun einmal keine BWLerin.

Wenn schon diese Kritik, dann bitte mit Begründung. Danke!

Liebe Rina,

eigentlich ist zwar schon alles gesagt: nur nicht von mir ;-)

Das Argument, daß das Bild nicht "nicht so typisch arrogant BWLer - mäßig rüberkommt" kommt mir vorgeschoben vor.

Tatsächlich wirken Sie auf mich und anscheinen auch auf alle anderen, auf dem Foto sehr abweisend, uninteressiert und damit sogar arrogant. Also genau so, wie Sie nicht wirken wollen.
Ich bin sicher, daß Sie ein ganz sympathisches Lächeln haben, daß sie auf Ihrem Bewerbungsfoto unbedingt zeigen sollten.
Außerdem wirkt die rechte Gesichtshälfte auf dem Foto durch den zu hohen Kontrast fast ein wenig schmuddelig.

Sie müssen sich nur selbst fragen, ob die Person auf dem Bewerbungsfoto auf sie so sympathisch wirkt, daß Sie sich vorstellen können mir Ihr zusammen 8 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche und 200 Tage im Jahr zusammen arbeiten zu können. Wenn Sie diese Frage nicht bejahen können und auch nicht eine berufliche Qualifikation haben, die Sie für einen Arbeitgeber unverzichtbar macht (solche Experten brauchen dann aber auch keine Bewerbung mit Bewerbungsfotos, sondern werden selbst umworben), sollen Sie das Foto wirklich noch mal überdenken.

Herzliche Grüße und viel Erfolg!

Bernhardt Link

Fotograf beim Fotostudio Farbtonwerk in Berlin

https://www.farbtonwerk.de/fotograf-berlin-bewerbungsfotos/

...allem, was bisher gesagt wurde, kann ich nur voll zustimmen. Aber Fakt ist, dass dieses Foto "Aufsehen" wie selten erregt, was ja auch in diesem Forum recht deutlich wird.
Also vielleicht, so die eventuelle raffinierte Überlegung des Fotografen, machen wir es ganz anders und bringen uns so in Erinnerung bzw. erwecken Neugier beim künftigen Arbeitgeber. Denn, dass Sie mit Sicherheit viel netter und vorteilhafter dargestellt werden können, steht außer Frage.
Alles Gute
Klaus Lehmann
www.klausens.de

Liebe Rina,

dem vernichtenden Urteil meiner Vorredner bzw. -schreiber kann ich mich nur anschließen. Falls derjenige, der dir dieses Bild verkauft hat, sich wirklich Fotograf nennt, wäre das eine Beleidigung für den ganzen Berufsstand. Du solltest dir auf jeden Fall dein Geld zurückgeben lassen und zu einem Profi gehen, der diese Bezeichnung auch verdient (diese "Arrogante-BWLer"-Geschichte ist offenkundig nur eine hahnebüchene Ausrede, um von der eigenen Talentlosigkeit abzulenken...).

Du möchstest Begründungen? Nun gut, die Liste der Mängel ist lang.

Fangen wir mit dem augenscheinlichsten an, dem gröbsten Patzer, deinem Gesichtsausdruck: Du wirkst hier gelangweilt, indifferent, uninteressiert, antriebsarm, energielos, mehr oder weniger ein Trauerkloß – genau das Gegenteil von dem, was sich ein Arbeitgeber wünscht. Es wirkt fast so, als ob du den Betrachter ein wenig spöttisch und herablassend ansiehst. Da ist nichts Positives, Freundliches, was mich auf die abgebildete Person neugierig machen würde. Möchte ich so jemanden im Team haben? Nö.

Ich bin sicher, dass du in Wirklichkeit viel interessanter, hübscher, vitaler bist, dass du was bewegen kannst und willst. Nichts davon kommt hier rüber. Wie lange habt ihr an den Portraits gearbeitet? 5 Minuten, 3 Minuten? Noch weniger?

Was einen guten Portraitisten ausmacht ist nicht in erster Linie seine Kamera, die Größe seines Lichtparks im Studio oder dergleichen technische Details, sondern vor allem mal seine Fähigkeit, einfühlsam mit dem Menschen vor der Kamera umzugehen, ihn zu lockern, seine Stärken herauszumodellieren, ihn für den Betrachter interessant und vielleicht auch ein wenig besonders zu machen – Psychologie ist hier gefragt. Nichts von alldem hier, das ist einfach nur schlecht.

Gestaltung: irgendein gestalterischer Wille ist nicht erkennbar, ebensowenig eine dezidierte, klare Lichtführung. Der hat da links und rechts gleichmäßig Licht draufgeknallt, Hauptsache hell, wie im Fotoautomaten in der U-Bahnstation, Dein Gesicht wirkt dadurch platt wie ein Pfannkuchen, nicht plastisch, links und rechts entstehen neben der Nase hässliche graue Gruben. Das Foto wirkt insgesamt irgendwie schmuddelig.

Haare: die wegstehenden Fussel und Strähnen rund um den Kopf gehen gar nicht; sieht aus wie ein geplatzter Sofa-Bezug, als ob du grade aufgestanden wärst und dir nicht die geringste Mühe gemacht hättest, deine Haare ein bisschen zu ordnen und hübsch zu machen. Auf solche Dinge muss einen aber auch ein Fotograf, der diese Bezeichnung verdient, hinweisen.

Haut: es sieht aus, als ob du speckige, glänzende & fleckige Haut hast – hat der Mann dir keinen Puder oder zumindest Blotting Paper nahegelegt? Außerdem könnte man auch ein Minimum an Bildbearbeitung für solche Portraits erwarten, zumindest die Hautunreinheiten, die im Laufe der Zeit von selbst verschwinden würden, sollten retuschiert werden. Mit ganz bescheidenen Mitteln könnte man hier so viel mehr erreichen.

Formales:
wenn man schon das eher spannungslose Quadrat als Format wählt – wogegen prinzipiell ja nichts einzuwenden wäre – sollte der Kopf dann wenigstens nicht auch noch so langweilig mittig platziert werden. In Kombination mit der Frontal-Ansicht wirkt das tatsächlich wie ein Fahndungsfoto, worauf hier ja schon hingewiesen wurde.

Ich könnt´ noch weitermachen, aber ich hör´ jetzt mal auf...

Zusammenfassend kann man sagen, dass wahrscheinlich noch niemand nur wegen eines dollen Bewerbungs-Portraits einen Job bekommen hat – aber wegen solcher lieblosen und eher abstoßenden Fotos hast du eine gute Chance, im Bewerbungsprozess gegen Mitbewerber, die vielleicht der Papierform nach gleich gut geeignet für den fraglichen Job sind, rauszufliegen.

Jeder Arbeitgeber oder Recruiter wird sich angesichts eines derart lieblosen Konterfeis sagen: wer sich schon in seiner Bewerbung so wenig Mühe gibt, sich so wenig um Details kümmert, kein Geld für einen professionellen Fotografen in die Hand nimmt (und damit auch signalisiert, wie wenig ihm der Job bedeutet, um den er sich bewirbt), der wird auch in meiner Firma nicht den Einsatz bringen, den ich erwarte.

Bei der Wahl des nächsten Fotografen wünsche ich dir mehr Glück als beim ersten Anlauf.

Hoffe geholfen zu haben,

Andreas

https://businessportraits-muenchen.de/

Hallo Andreas ;-),

lieben Dank für die ausführliche Kritik. Damit kann ich in der Tat etwas anfangen.

Ja, was mich betrifft, kann es ja leider nicht beurteilen, ob ein Bewerbungsfoto an sich gut oder schlecht ist, außer die Person, die darauf abgebildet ist. Ich gebe Euch da Recht, dass ich es doch lieber einem Profi überlassen soll.

In der Tat hat es jedoch eine ausgebildete Fotografin (aus DDR-Zeiten) geschossen, sie war auch nicht teuer. Sie meinte einfach nur, auf Natürlichkeit käme es an. Da ich in diesem Fall Laie bin, konnte ich mich nur auf diese Aussage verlassen. Ich habe bisher auch nie so angenommen, dass ein Bewerbungsfoto soviel Informationen transportieren kann. Ist interessant was man so alles erfährt.

Aber eines steht jetzt fest, ich gehe zu einem anderen Fotografen. (Ich fahre mal wieder nach Berlin)

P.S. Mit dem "Pfannkuchen-Gesicht" musste ich lachen :-). Aber Du hast Recht.

Liebe Grüße

Liebe Rina,

ich bin neugierig zu erfahren, wie es mit Ihrem Bewerbungsfoto weiter gegangen ist: Haben Sie denn in der Zwischenzeit ein neues Foto machen lassen? Oder waren Sie gar mit dem allseits so sehr kritisierten Bewerbungsfoto erfolgreich?
Ich kann mir nämlich auch durchaus vorstellen, daß es manche Arbeitgeber gibt, die nicht ganz so auf Bewerbungsfotos fixiert sind wie all die Fotografen, die hier zu Ihrem Foto Kommentare abgegeben haben - mich eingeschlossen ;-)
Aber wenn Sie ein neues Foto haben, dann posten Sie es doch mal :-)

Herzliche Grüße

Bernhardt Link

Fotograf beim Fotostudio Farbtonwerk in Berlin

https://www.farbtonwerk.de/fotograf-berlin-bewerbungsfotos/


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